EV Bad Wörishofen

ESV Türkheim

3:2  (1:0/2:0/0:2)

Niederlage

Torschüsse

EVW 28

ESVT 34

Strafzeiten

EVW 10 min + 5 min

ESVT 8 min + 5 min + Matchstrafe

Zuschauer

600

Celtics verlieren erstes Finalspiel in Bad Wörishofen

Alles war angerichtet für einen perfekten Finalabend. Die Rahmenbedingungen hätten nicht besser sein können. Ein pickepackevolles Wörishofer Eisstadion, unzählige Türkheimer Fans, beste Finalstimmung. Doch aufs Eis bringen konnten die ESV Türkheim Celtics über weite Strecken des ersten Finalspiels nicht ihre beste Leistung und mussten sich am Ende effizienten Wölfen geschlagen geben. Eröffnet wurde die Partie durch die Bayernhymne. Beide Mannschaften standen sich gegenüber, das Objekt der Begierde, der Pokal um die bayerische Bezirksligameisterschaft, dazwischen. Anschließend folgte eine Schweigeminute für den plötzlich verstorbenen stellvertretenden Schiedsrichterobmann Richard Loherstorfer. Und dann fiel auch schon der Puck fürs erste Bully. Türkheim brachte 19 Feldspieler aufs Papier, im Tor stand Michi Bernthaler. Die Kurstädter hatten einen Spieler mehr zur Verfügung. Die Partie begann recht verhalten. Beiden Teams merkte man an, nicht den ersten Fehler machen zu wollen. Mit der Zeit kam Türkheim zu seinen ersten Möglichkeiten, ins Tor ging die Scheibe aber nicht. Auch Bad Wörishofen erarbeitete sich einige gute Chancen, doch Michi Bernthaler zeigte einige gute Paraden. Nach und nach hatten die Wölfe etwas mehr Spielanteile, den Celtics ging vieles nicht so leicht von der Hand wie in den vergangen Playoffspielen. Und so nutzte Bad Wörishofen mit einem schnellen Umschaltmoment während eines Türkheimer Wechsels in der 17. Minute ihre Chance zum 1:0. Der tschechische Importspieler Michael Schejbal bekam die Scheibe mit einem langen Pass durch das Mitteldrittel serviert. Sein Schuss schlug hinter Michi Bernthaler ein. Kurz danach Strafzeit für den EVW. Die Celtics hatten gute Chancen direkt den Ausgleich zu erzielen, dennoch ging es beim Spielstand von 1:0 in die erste Drittelpause.

Türkheim kam mit ein bis zwei guten Aktionen aus der Kabine, doch ein geblockter Schuss sprang kurz nach dem Seitenwechsel erneut zu Schejbal, der allein auf weiter Flur Michael Bernthaler keine Chance lies und zum 2:0 verwandelte. Nur wenige Minuten später kam es noch dicker für die Celtics. Einer unübersichtlichen Situation an der blauen Linie folgte ein am Boden liegender Wörishofer Spieler. Das Schiedsrichtergespann, aufgrund des Finals zu dritt unterwegs, sah einen angeblichen Stockendstich und schickte Maxi Döring erst auf die Strafbank und kurz danach unter die Dusche. Das ausgesprochene Strafmaß, fünf Minuten + Matchstrafe, sorgte beim gesamten Türkheimer Anhang für Unmut und für ein lautes Pfeifkonzert. Alle Diskussion half nichts und brachte nur eine weitere zweiminütige Bankstrafe ein. Der Türkheimer Kapitän fehlt den Kelten damit für mindestens drei Spiele und wird im Finale folglich nicht mehr im Kader stehen dürfen. Die Wölfe nahmen das für sie wohl ebenso sehr überraschend hohe Strafmaß natürlich stillschweigend und dankend an. Genauso wie der verletzte Spieler, der nach aussprechen der Strafe selbstverständlich umgehend wieder am Spiel teilnehmen konnte. Sieben Minuten Unterzahl hatten die Celtics nun zu überstehen. Erst nutzte Bad Wörishofen mit einem Schuss von der blauen Line von Philipp Geijerhos das Überzahl zum 3:0. Aufgrund der hohen Strafe verfiel die Unterzahl für Türkheim allerdings nicht und auch die restlichen sechseinhalb Minuten musste im 4 gegen 5 verteidigt werden. Doch das klappte nun ausgezeichnet, die Wölfe kamen kaum noch zu Chancen. Als die Celtics wieder vollzählig waren, rollte nun endlich die Angriffslokomotive. Viele gute Möglichkeiten gab es zum Ende des zweiten Drittels, die beste davon hatte Darius Sirch. Die Nummer 11 der Celtics umkurvte Dominik Held im Wörishofer Tor, musste eigentlich nur noch einschieben, doch der Puck versprang unglücklich und ging daneben. Kurz danach war Pause.

Im letzten Spielabschnitt war Türkheim nun endgültig die bessere Mannschaft. 17 zu 4 Torschüsse sprechen eine deutliche Sprache. Und endlich landete die Scheibe auch im Tor. Fabian Guggemos setzte das Spielgerät nach Zuspiel von Florian Döring mit der Rückhand zum 3:1 in die Maschen. Die Türkheimer Fans peitschten ihre Mannschaft jetzt lautstark nach vorne und Chance um Chance konnten sich die Celtics erspielen. Doch entweder scheiterte man an Dominik Held, der einen echten Sahnetag erwischte, oder am Torgestänge. Kurz vor Schluss nahmen die Celtics Michi Bernthaler vom Eis und konnten aufgrund einer Bad Wörishofer Strafzeit in doppelter Überzahl agieren. 55 Sekunden vor Ende gelang Max Schorer schließlich der vielumjubelte 3:2 Anschlusstreffer. Doch für mehr reichte es trotz weiterer Chancen leider nicht mehr. Am Ende müssen sich die Celtics ankreiden, nicht von Anfang an die Leistung aus dem letzten Spielabschnitt aufs Eis gebracht und Bad Wörishofen dadurch ins Spiel kommen gelassen zu haben. Sei´s drum, am morgigen Sonntag steht Spiel zwei der Finalserie auf dem Programm. Diesmal im Türkheimer Sieben-Schwaben-Stadion. Bully ist um 16:30 Uhr. Da wieder mit einem sehr hohen Zuschauerandrang gerechnet wird, ist Einlass schon ab 15:30 Uhr. Dauerkarten aus der Hauptrunde sind für das Finalspiel nicht gültig. Gemeinsam mit ihren Fans wollen die Celtics alles für den Heimsieg tun, um ein entscheidendes Spiel 3 zu ermöglichen.

Spielmomente

Torschützen

17

Guggemos Fabian

8

Schorer Maximilian